Schutz vor Immobilienbetrug

Verdacht melden

Vorschussbetrug mit WG-Zimmern

Alter Trick, neue Masche: Seit kurzem versuchen Betrüger, mithilfe des Vorabkautions-Tricks zimmersuchende Studenten – oft aus dem Ausland – um ihr Geld zu bringen.

Vorschuss fürs WG-Zimmer

Die Betrüger antworten dabei auf Suchinserate von Studenten, wie sie beispielsweise auf wohngemeinschaft.de, einem WG-Portal der Immowelt AG, veröffentlicht werden. Ihnen wird sodann ein preiswertes möbliertes Zimmer in einer schmucken Wohnung angeboten. Die Betrüger geben vor, dass sie aus beruflichen Gründen nicht selbst vor Ort, sondern im Ausland sind. Deshalb könne ein Mietvertrag nur dann zustande kommen, wenn der Interessent vorab eine Kaution in Höhe von zwei Monatsmieten – in den uns bekannten Fällen 600 Euro – mittels eines Geld-Transfer-Services anweisen.

Tatsache ist: Das angebotene Zimmer existiert meist nicht, beziehungsweise befindet sich nicht im Eigentum der Betrüger. Sobald das Geld angewiesen ist, hört man von dem vermeintlichen Anbieter nie mehr etwas.

Kein Einfluss des Anbieters auf Suchanzeigen-Anfragen

Die jetzt neu aufgetauchte Masche ist eine neue Variante des so genannten Vorschussbetrugs. Während Angebote auf Immobilien- und WG-Portalen, die sich als unseriös erweisen, schnell gelöscht werden können, haben die Betreiber keinen Einfluss darauf, wer auf eine Suchanzeige antwortet.
Deshalb gilt grundsätzlich: Sobald ein Anbieter vorab Geld für eine noch nicht besichtigte Wohnung oder ein Zimmer haben will und sobald das Geld über einen Bargeld-Transfer-Service wie Western Union angewiesen werden soll, sollten die Alarmglocken läuten. Es handelt sich dann eigentlich IMMER um einen Betrugsversuch.