Schutz vor Immobilienbetrug

Verdacht melden

Kostenpflichtige Listen

Seriöse Makler arbeiten in der Regel so: Sie bieten Wohnungen an, mit deren Vermittlung sie vom Eigentümer beauftragt wurden. Für den Nachweis oder die Vermittlung der Mietwohnung oder des Kaufobjekts erhalten Sie eine Provision. Das heißt: Geld fließt erst, wenn die Leistung erbracht wurde. Die maximale Höhe der Maklerprovision beträgt zwei Monatsmieten zuzüglich Mehrwertsteuer. So will es das Gesetz.

Seit einiger Zeit gibt es leider ein paar unseriöse Firmen, die folgendermaßen vorgehen: Sie bieten Wohnungen an, mit deren Vermittlung sie nicht beauftragt wurden. Ruft ein Interessent an, heißt es, dass genau diese Wohnung leider schon vergeben sei. Man habe jedoch weitere interessante Angebote.

Geld für wertlose, kostenpflichtige Listen

Dem Interessenten wird angeboten, gegen Geld kostenpflichtige aber wertlose Listen mit weiteren Angeboten zu erwerben – neuerdings werden auch kostenpflichtige Internetdatenbank-Zugänge angeboten. Aktuell verlangen einige Betrüger von Mietinteressenten rund 200 Euro für diese kostenpflichtigen Listen oder Zugangsdaten für entsprechende Websites.

Wertlos sind diese deshalb, weil solche unseriöse Firmen gar kein Interesse daran haben, Wohnungen zu vermitteln. Meist kopieren diese Betrüger frech Immobilienangebote von anderen Anbietern – ohne deren Wissen. Bisweilen wird auch die Kaltmiete nach unten frisiert, um Interessenten zu locken. Oder die angeblichen Wohnungsangebote sind frei erfunden.

Eine finanzielle Vorleistung für eine Liste mit Wohnungen ist ein warnendes Indiz für die Unseriosität eines Anbieters!