Schutz vor Immobilienbetrug

Verdacht melden

Ferienwohnung: Scheckbetrug und Phishing

Betrüger haben es inzwischen nicht nur auf arglose Verkäufer von Immobilien abgesehen. Auch Vermieter einer Ferienwohnung sollten sich vor Trickbetrügern in Acht nehmen. Diese haben sich raffinierte Betrugsmaschen einfallen lassen, um ihre Opfer um möglichst viel Geld zu bringen. In jüngster Zeit gibt es einen neuen Trick, der sich an die Eigentümer und Vermieter von Ferienimmobilien richtet. Wer die Vorgehensweise kennt, kann sich allerdings wirksam schützen.

Ein Scheck als Falle

Die Vorgehensweise des Betrügers ist zunächst unverfänglich: Er bekundet Interesse an der Ferienwohnung, indem er – meist in englischer Sprache – per E-Mail Kontakt mit dem Eigentümer aufnimmt. Sodann bucht er das Domizil für ein paar Wochen. Kurze Zeit später kommt der Verrechnungsscheck. Und damit beginnt der Scheckbetrug: Denn dieser ist auf einen viel zu hohen Betrag ausgestellt. Der Trickbetrüger unterrichtet den Vermieter von seinem vermeintlichen Missgeschick und bittet sein argloses Opfer, die Differenz zurückzuüberweisen.

Dann schnappt die Falle zu: Denn später stellt sich heraus, dass der Scheck nicht gedeckt war. Hat der Ferienhaus-Eigentümer die Differenz schon zurück überwiesen, wurde er Opfer von einem Scheckbetrug und ist sein Geld los.

Methode zwei: Phishing

Es gibt noch eine zweite, noch perfidere Variante dieses Trickbetrugs: Zunächst läuft die Kontaktaufnahme und Buchung der Ferienimmobilie wie beim Scheckbetrug ab. Die Zahlung erfolgt hier jedoch durch Banküberweisung eines viel zu hohen Betrags. Das Geld stammt allerdings gar nicht vom Konto des Trickbetrügers, sondern von dem eines unbeteiligten Dritten. Dieser wurde Opfer eines Computer-Betrugs (Phishing). Der Betrüger benutzt den Ferienimmobilieneigentümer dazu, um auf diese Weise das gestohlene Geld zu waschen.

Infos: Was ist Phishing?

Phishing ist eine Form des Betrugs, bei dem vertrauliche Online-Banking-Daten ausspioniert werden (PIN und TAN). Dies geschieht oft durch gefälschte Mails, bei denen der Eindruck erweckt wird, sie stammen von einer Bank.

In diesen Mails werden die Opfer aufgefordert, einen Link aufzurufen, um dort Ihr Online-Banking "umzustellen" zum Beispiels wegen angeblicher Sicherheitsprobleme. Tatsächlich gelangen die Opfer auf eine – meist täuschend echt anmutende – gefälschte Seite. Wer dort seine vertraulichen Daten wie PIN und TAN eingibt, verschafft den Betrügern Zugriff aufs Konto! Bei diesem Trickbetrug gibt es also zwei Geschädigte: Einmal das Phishing-Opfer, dessen Konto leergeräumt wird und einmal der arglose Ferienimmobilienbesitzer, der einen Teil dieses Geldes, das seinem Konto gutgeschrieben wurde, dem Betrüger überweist – in der Annahme, dieser hätte versehentlich zu viel überwiesen.

Wichtig: Eine Bank wird niemals E-Mails versenden, in denen Kunden aufgefordert werden, vertraulichen Daten preiszugeben! Deshalb gilt: Auf solche Mails nicht reagieren! Löschen!

Eine weitere Phishing-Variante: Der Computer des Opfers wurde mit einem "Trojanischen Pferd" (einem Schadprogramm) infiziert, welches die geheimen Zugangsdaten an die Betrüger vom Opfer unbemerkt übermittelt. Deshalb sollte der Computer mit einem aktuellen Antivirenprogramm sowie einer Firewall geschützt werden. Außerdem: Niemals verdächtige E-Mail-Dateianhänge klicken!