Schutz vor Immobilienbetrug

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Beratungshonorar bei Mietkauf

Mietkauf ist bereits ein älteres Geschäftsmodell und hat eher einen zweifelhaften Ruf. Im Kern geht es darum, dass Familien, die von der Bank keinen Kredit bekommen und nicht genug Geld für einen Hauskauf haben, die Alternative Mietkauf angeboten wird: Dabei mieten sie in der Regel eine Immobilie zu einem oft recht hohen Preis, wobei ein Teil der Miete als anteiliger „Kaufpreis“ angerechnet wird. Irgendwann in der Zukunft soll die Immobilie dann einmal der Familie gehören.

Was jedoch passiert, wenn die Familie vorzeitig auszieht (zum Beispiel wegen Scheidung oder berufsbedingtem Ortswechsel) ist manchmal nur unzureichend geregelt. Zudem gibt es auch Mietkauf-Anbieter, die schlicht und ergreifend betrügerisch agieren und nur am schnellen Geld interessiert sind. Solchen Anbietern geht es gar nicht darum, Familien eine Bleibe zu verschaffen, der Mietkauf ist dann nur ein Vorwand, um möglichst viel Geld abzuzocken.

Ein besonders dreistes Vorgehen wurde uns unlängst bekannt:

  • Der Anbieter inseriert ein angeblich besonders günstiges und energieeffizientes Haus.
  • Dabei wird auch der Mietkauf als besonders vorteilhaftes Erwerbsmodell angepriesen.
  • Interessenten werden aufgefordert, sich von den „Fachberatern“ ein individuelles Angebot erstellen zu lassen.

Bis dahin ist alles noch unauffällig:

  • Interessenten, die anrufen, bekommen einen Termin im Büro der Firma.
  • Es findet ein Beratungsgespräch statt.
  • Nach wenigen Tagen erhält der Interessent eine Rechnung über ein Beratungshonorar in dreistelliger Höhe.

Hinweise darauf, dass der Interessent ein Honorar zahlen soll, finden sich ebenso wenig wie Belege, dass die angebotenen Immobilien existieren oder geplant wären.